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Der technologische Fortschritt hat auch im vergangenen Jahrzehnt - teilweise von Bayer vorangetrieben - viele Möglichkeiten erschlossen, Umweltbelastungen zu reduzieren. Da wir nachsorgenden mehr und mehr durch vorsorgenden, das heißt, produktionsintegrierten Umweltschutz ersetzen, haben wir inzwischen in unseren Umweltschutzeinrichtungen sogar freie Kapazitäten und können auf diese Weise nun auch externen Unternehmen anbieten, ihre Problemabfälle bei uns fach- und umweltgerecht zu entsorgen.
Im 21. Jahrhundert wird der Umweltschutz in einen neuen, größeren Zusammenhang gestellt: Sustainable Development - nachhaltige Entwicklung. In ökologischer Hinsicht stellt Sustainable Development zwei durchaus miteinander verzahnte Hauptforderungen an uns: Zum einen kommt es darauf an, durch ökoeffiziente Produkte und Produktion die Umweltbelastungen weiter zu reduzieren, zumal inzwischen neue, früher noch ungeahnte weltweite Auswirkungen diskutiert werden - Stichwort: Veränderungen in unserer Atmosphäre und deren Auswirkungen. Zum anderen ist es dringend erforderlich, den Einsatz endlicher Ressourcen so weit wie möglich zu optimieren, insbesondere muss die Ökoeffizienz verbessert werden.

Diesen Herausforderungen stellen wir uns.
Beispiel Kohlendioxid. Dieses bei Verbrennungsvorgängen entstehende Gas und andere so genannte Treibhausgase stehen im Verdacht, zu einer weltweiten Veränderung des Klimas beizutragen. Wir haben uns vorgenommen, in der Bayer AG die Emissionen der Treibhausgase im Vergleich zu 1990 bis zum Jahr 2010 um über 50 Prozent zu senken. Die Reduktionspotenziale der anderen Konzerngesellschaften werden - parallel zu ebenfalls bereits angestoßenen deutlichen Verbesserungen - noch überprüft.
Damit haben wir uns ein sehr ehrgeiziges Ziel gesteckt: Es entspricht in etwa der Halbierung des Ausstoßes der Treibhausgase innerhalb einer Generation - und das bei Weiterbetrieb unserer Werke, Ausbau unseres Produktionsvolumens und vor allem bei Erfüllung unserer wirtschaftlichen Unternehmensziele. Wir sind aber optimistisch, dass wir dieses Ziel erreichen werden - durch konsequente Prozessinnovationen und das Ausschöpfen moderner Technologien, aber auch durch das Stilllegen alter Anlagen sowie die Inbetriebnahme neuer Kraftwerke.

Beispiel
Ressourcen-Schonung. Zum nachhaltigen Umgang mit den natürlichen
Ressourcen gehört zweifellos das Bemühen, Energie einzusparen.
Trotz der Steigerung unserer Produktionsmengen seit 1990 um mehr
als 50 Prozent ist es uns gelungen, den spezifischen Energieverbrauch
in demselben Zeitraum um rund 30 Prozent zu reduzieren. Dies haben
wir durch zahlreiche Energiesparmaßnahmen und Umstellungen
unserer Verfahren geschafft. Ein wesentlicher Schritt war zum Beispiel
die Umstellung unserer Chloralkali-Elektrolysen vom Amalgam- auf
das Membranverfahren. Der
spezifische Energieverbrauch wird durch diese Umstellung um ein
Viertel gesenkt: von zwölf Megajoule pro Tonne Chlor auf neun
Megajoule.
Die Beispiele zeigen, dass wir es ernst meinen, durch verantwortliches Handeln die Ökoeffizienz zu verbessern.

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