Unsere Bemühungen um eine saubere Umwelt gehen über unsere eigenen Standorte hinaus. Wir helfen an vielen Stellen, wo unsere Unterstützung benötigt wird - ganz im Sinne des Globalen Pakts der Vereinten Nationen.

     
       

In Belford Roxo verbrennt Tribel, ein Gemeinschaftsunternehmen von Bayer und Tredi, zu 85 Prozent die Abfälle externer Unternehmen, nur noch 15 Prozent sind eigene Produktionsrückstände.

Unser Werk Belford Roxo verfügt über eine in Brasilien einzigartige Infrastruktur von Umwelteinrichtungen: Verbrennungsanlage, Kläranlage und Deponie - und darüber hinaus auch noch über ein modernes Umweltanalytiklabor. Alle diese Einrichtungen haben wir in unser Anfang August 2001 gegründetes Unternehmen Tribel, ein 50:50-Joint-Venture mit der französischen Firma Tredi, eingebracht. Sie stehen auch anderen brasilianischen Unternehmen zur Verfügung, da unsere eigenen Abfallmengen die Anlagen bei weitem nicht mehr auslasten. Die moderne Verbrennungsanlage, in der organische Rückstände vollständig zerstört werden, ist eine von zwei Einrichtungen in Brasilien, die vom technischen Stand her in der Lage sind, polychlorierte Biphenyle (PCB) umweltgerecht zu verbrennen. Damit wird ein Beitrag geleistet, diese Stoffe, deren Herstellung seit 2001 weltweit verboten ist, zu entsorgen. Alle Aktivitäten werden von den Umweltbehörden dabei regelmäßig kontrolliert.

Nach Vorwürfen von "Greenpeace" im Jahr 2000, wir würden den am Werk vorbeifließenden Sarapuí mit PCB und auch mit Quecksilber kontaminieren, haben sowohl wir als auch die Umweltbehörden verstärkt Untersuchungen vorgenommen. Darüber hinaus haben wir Analysen bei einem unabhängigen Institut in Auftrag gegeben und zur Sicherheit Muster an die brasilianische Umweltbehörde geschickt. Die Greenpeace-Analysen wurden aber auch von unabhängigen Seiten nicht bestätigt, zumal Quecksilber in unserem Werk nicht eingesetzt wird.

Inzwischen verbrennt Tribel bereits zu 85 Prozent Abfälle von externen Unternehmen und nur noch zu 15 Prozent Produktionsrückstände unserer brasilianischen Tochtergesellschaft Bayer S.A. Diese Entsorgungshilfe entspricht den Responsible-Care-Grundsätzen unseres Unternehmens.

 
Belford Roxo

Bayer S.A. Brasilien
 
     

Mehr als 20 Jahre blieben zahlreiche Fässer in einem staatlichen Lager im Nordwesten Pakistans unbeachtet. Inhalt und Bestimmungszweck waren in Vergessenheit geraten. Als nun aber die Fässer - insgesamt waren es circa 60 Tonnen - undicht wurden, schlug man Alarm. Das brachte die in Pakistan aktive Deutsche Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (GTZ) auf den Plan, die sich wiederum an Bayer wandte. Denn: Beim Inhalt einiger Fässer handelte es sich um das von uns hergestellte Insektizid Gusathion®.

Dieses Schädlingsbekämpfungsmittel (Wirkstoff: Azinphosmethyl), das aufgrund seines breiten Wirkspektrums auch heute noch gegen viele beißende und saugende Insekten eingesetzt wird, wurde bis 1997 in Pakistan überwiegend zum Schutz von Baumwollfeldern und Obstplantagen angewandt. Die 60 Tonnen waren vor mehr als 20 Jahren von der pakistanischen Regierung gekauft und in ein staatliches Lager im Nordwesten des Landes transportiert worden. Da die Bauern in dieser Region weder Baumwolle noch Obst anbauen, blieb das Produkt ungenutzt. Als Fässer undicht wurden, prüften die Experten der GTZ und vom Bayer-Pflanzenschutz die Situation vor Ort und suchten, da eine Anwendung des überlagerten Mittels nicht mehr infrage kam, nach einer geeigneten Entsorgungsmöglichkeit. Doch weder im Land noch in der asiatischen Region wurden sie fündig. Daher musste die gesamte Charge unter Berücksichtigung internationaler Gesetzgebungen und der notwendigen Sicherheitsvorkehrungen verschifft und nach Europa gebracht werden, wo sie in einer dazu geeigneten Hochtemperaturverbrennungsanlage umweltgerecht vernichtet wurde. Wir haben uns freiwillig an der Finanzierung dieser Entsorgungsmaßnahme beteiligt.

 
Bayer Pakistan
 
     

Unsere Bemühungen um eine nachhaltige Entwicklung finden ihren Ausdruck auch in einem Projekt am Standort Porto Felíz in Brasilien: Dort setzen wir vom Jahr 2002 an zur Dampferzeugung Biomasse statt wie bisher Erdöl ein. Wir verwenden künftig Holzrückstände hauptsächlich aus der Eukalyptusplantagenwirtschaft, der Basis für die brasilianische Cellulose- und Papierproduktion. Der größte Teil dieser Schnitt- und Sägereste wird derzeit noch ohne Nutzen verbrannt. Die Umstellung auf Biomasse-Verbrennung hat mehrere Vorteile: Erstens wird den Plantagen geholfen, ihre Umweltprobleme zu lösen, indem sie die durch das teilweise unkontrollierte Verbrennen der Rückstände entstehenden Umweltbelastungen vermeiden. Zweitens werden durch den Einsatz des nachwachsenden Rohstoffs Holz zur Dampferzeugung die Erdölreserven für Anwendungen mit höherer Wertschöpfung geschont. Drittens wird durch die Umstellung der bisherige Kohlendioxid- und Schwefeldioxid-Ausstoß verringert. Zum Vierten werden im näheren Umfeld der Lieferanten sogar neue Arbeitsplätze geschaffen.

     
     

Für das besondere Interesse des Unternehmens an der sozio-ökonomischen Entwicklung im Umfeld seiner Werke erhielt Bayer eine Auszeichnung für "Gesellschaftliche Verantwortung" von der Indian Chemical Manufacturers Association (I.C.M.A.). Der Preis würdigt die verschiedenen Ausbildungs- und gesellschaftlichen Aktivitäten des Konzerns in Indien.

So unterstützt Bayer in der Region zahlreiche Projekte wie zum Beispiel die Arbeit von VOICE, einer Organisation, die sich um Straßenkinder kümmert. Daneben sponsert das Unternehmen Schul- und Ausbildungsprogramme für Kinder aus sozial schwachen Familien, spendet dem Armenkrankenhaus medizinische Ausstattung, unterstützt die Gemeinde bei der Ausrüstung von Feuerwehr und Polizei, pflanzt Bäume zur Verschönerung des Stadtbildes in Thane, hilft bei der Restaurierung des örtlichen Tempels oder organisiert regelmäßig Familientage und Werksbesichtigungen für Angehörige der Mitarbeiter und die Nachbarn, um seine Maßnahmen in der Gesundheits-, Umwelt- und Sicherheitspolitik vorzustellen.

Außerdem unterstützt Bayer in Indien seit vier Jahren das von der Weltgesundheitsorganisation und dem Rotary Club initiierte "Pulse Polio Program" zur Ausrottung der Kinderlähmung.

 
Bayer India

I.C.M.A.