Die Sicherheit an unseren über 200 Produktionsstandorten in aller Welt ist für uns ein wichtiger Erfolgsfaktor. Wo immer möglich, werden Gefahren von vornherein vermieden.

Chemieanlagen ohne Gefahrstoffe sind undenkbar. Viele Stoffe, die in chemischen Reaktionen zu Produkten umgewandelt werden, haben gefährliche Eigenschaften. Sie können leicht entzündlich, explosions- und umweltgefährlich sowie giftig sein. Diese Eigenschaften sind zwar unerwünscht, aber dennoch häufig erforderlich - denn: Oft kommt es nur dank dieser Eigenschaften überhaupt zu einer chemischen Reaktion. Konzeptionelles, systematisches Vorgehen ist dabei unerlässlich. Unser Sicherheitskonzept besteht aus vier wesentlichen Bausteinen:

1. Baustein
Wo immer möglich, wird die Sicherheit in die Verfahren und Anlagen mit "eingebaut". Das beginnt zum Beispiel mit der Wahl des geeigneten Synthesewegs: Wir gestalten Verfahren so, dass die Menge gefährlicher Stoffe in den Anlagen so klein wie möglich gehalten wird. Da jedoch trotz guter Planung Fehler passieren können, richten wir die Verfahren und Anlagen so aus, dass ein Fehler allein nicht zu einer Gefährdung von Mensch und Umwelt führen kann. Erkenntnisse, die wir aus dem Produktionsbetrieb und im Erfahrungsaustausch mit Fachleuten außerhalb des Unternehmens gewinnen, setzen wir ein, um den Stand der Sicherheitstechnik stetig weiter zu verbessern.

2. Baustein
Auch Spitzentechnik braucht erstklassige Köpfe und Hände vor Ort. Wir setzen in punkto Sicherheit auch auf die Qualifikation unserer Mitarbeiter. Sie werden im Umgang mit Anlagen und Stoffen kontinuierlich geschult - an allen Produktionsstandorten der Welt. Grundlage dabei sind verständliche Anweisungen - sowohl für den normalen Betrieb als auch für außergewöhnliche Ereignisse.

3. Baustein
Unsere Anlagen werden kontinuierlich von unserem Betriebspersonal und unseren Sicherheitsfachleuten überwacht. Fachkräfte der Arbeitssicherheit, der Gesundheitsdienste, des Brandschutzes und der Technischen Überwachung achten darauf, dass gesetzliche und Bayer-Vorgaben korrekt eingehalten werden. Auch die anerkannten Sachverständigen der Technischen Überwachung inspizieren die Betriebe regelmäßig. Sie sind zwar Bayer-Mitarbeiter, aber weisungsunabhängig und nur dem Gesetzgeber gegenüber verpflichtet. Die Technische Überwachung ist eine Einrichtung, die schon seit mehr als 100 Jahren besteht.

4. Baustein
Trotz aller Vorsorge müssen wir auf eine mögliche Betriebsstörung vorbereitet sein. In so genannten Gefahrenabwehrplänen regeln wir den Schutz von Mensch und Umwelt sowie die umfassende Information unserer Nachbarn.

Eigenes medizinisches Personal, Rettungsfahrzeuge und eine speziell für unsere Bedürfnisse ausgebildete Feuerwehr stehen in den größeren Werken bereit. An kleineren Standorten haben wir entsprechende Vereinbarungen mit lokalen Feuerwehren, Ärzten und Krankenhäusern.

 


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