Der Bayer-Konzern begrüßt die Initiative von UN-Generalsekretär Kofi Annan, den mit der Globalisierung verbundenen Problemen mit einem Globalen Pakt zu begegnen, und bekennt sich zu den neun Prinzipien aus den Bereichen Menschenrechte, Arbeitsstandards und Umweltschutz. Mehr noch: Als eines von acht deutschen und weltweit etwa 50 Unternehmen ist Bayer Gründungsmitglied des Global Compact. Wir sind überzeugt davon, dass dieses bisher einmalige Projekt zu einer verstärkten Zusammenarbeit zwischen den Vereinten Nationen, Regierungen und der Gesellschaft beitragen wird, um die wirtschaftlichen, sozialen und ökologischen Ziele einer globalen nachhaltigen Entwicklung zu erreichen.

Es muss sichergestellt werden, dass die Prinzipien des Global Compact weltweit anerkannt werden. Dabei können Unternehmen eine gute Regierungsarbeit allerdings nicht ersetzen. Wir können und wollen diese Prinzipien aber in unseren Einflussbereichen fördern und durchsetzen, zumal sie im Einklang stehen mit den Prinzipien unserer eigenen Unternehmenspolitik und mit denen, die in der Responsible-Care-Initiative der chemischen Industrie festgelegt sind.

Wir fühlen uns dazu verpflichtet, unsere Aktivitäten nicht nur in Übereinstimmung mit den Gesetzen des jeweiligen Landes, in dem wir tätig sind, zu betreiben, sondern auch nach weltweit anerkannten ethischen Prinzipien. Deshalb sprechen wir uns eindeutig gegen Kinder- und Zwangsarbeit aus. In Brasilien arbeiten wir mit der "Abrinq-Stiftung für die Rechte des Kindes" zusammen, um Kinderarbeit zu bekämpfen. Mit unserem Projekt "AgroVida" wollen wir in südamerikanischen Ländern Bauern und Landarbeitern durch Fortbildung zu besseren Arbeitsbedingungen verhelfen. In Afrika stellen wir kostenlos Medikamente gegen die Schlafkrankheit zur Verfügung, von der fast 60 Millionen Menschen bedroht sind. Das sind nur einige Beispiele unseres Beitrags zum Global Compact.

Bei allen unseren Aktivitäten sind wir uns der bedeutenden Rolle bewusst, die unseren Mitarbeitern bei der Einhaltung und Umsetzung der hohen Standards zukommt, die wir in unserem Unternehmen eingeführt haben. Ihnen haben wir den Erfolg unseres wirtschaftlichen Handelns zu verdanken. Daher gehen wir auf ihre Bedürfnisse ein, die - je nach Sitten und Kultur - von Land zu Land unterschiedlich sein können.

1. 

Die Wirtschaft soll den Schutz der international verkündeten Menschenrechte unterstützen und achten und

   

2. 

sicherstellen, dass sie sich nicht an Menschenrechtsverletzungen beteiligt.

   

3. 

Die Wirtschaft soll die Vereinigungsfreiheit und die wirksame Anerkennung des Rechts auf Tarifverhandlungen wahren sowie ferner für

   

4. 

die Beseitigung aller Formen der Zwangs- oder Pflichtarbeit,

   

5. 

die tatsächliche Abschaffung der Kinderarbeit und

   

6. 

die Beseitigung von Diskriminierung in Beschäftigung und Beruf eintreten.

   

7. 

Die Wirtschaft soll umsichtig mit ökologischen Herausforderungen umgehen,

   

8. 

Initiativen zur Förderung eines verantwortlicheren Umgangs mit der Umwelt durchführen und

   

9. 

sich für die Entwicklung und Verbreitung umweltfreundlicher
Technologien einsetzen.

 


Global Compact

Abrinq-Stiftung

AgroVida

Schlafkrankheit

Libra Initiative



Responsible Care (2:16)